Für UnternehmenAktualisiert: 20. Juli 2026 6 Min. Lesezeit

LKW-Fahrer aus Drittstaaten einstellen: Ablauf, Dauer, § 24a BeschV (Leitfaden 2026)

Jedes Fahrzeug ohne Fahrer kostet Sie Umsatz — jeden Tag. ALS GROUP besetzt Fahrerstellen im Durchschnitt in 5 Werktagen: mit geprüften LKW-Fahrern (C/CE) aus der Ukraine und anderen Drittstaaten, vollständig rechtssicher und mit 90-Tage-Garantie. Wie das geht, lesen Sie hier.

Und der Zeitpunkt könnte kaum besser sein: Im Juli 2026 hat der Bundesrat beschlossen, dass ukrainische Führerscheine — auch die LKW-Klassen C und CE — künftig ohne theoretische und praktische Prüfung in deutsche umgetauscht werden. Was das für Ihre Flotte bedeutet, welche Wege es für Fahrer aus Drittstaaten gibt und wie unsere Personalvermittlung für LKW-Fahrer den gesamten Prozess übernimmt — der komplette Überblick.

Die Chance des Jahres: ukrainische LKW-Fahrer

Ukrainische Berufskraftfahrer sind aktuell die mit Abstand attraktivste Fahrergruppe für deutsche Speditionen — aus drei handfesten Gründen:

  • Führerschein-Umtausch ohne Prüfung. Der Bundesrat hat am 10. Juli 2026 beschlossen, die Ukraine in die Staatenliste der Anlage 11 FeV aufzunehmen. Ukrainische Führerscheine — einschließlich der Klassen C und CE — werden damit künftig ohne theoretische und praktische Prüfung und ohne Fahrschule in deutsche umgetauscht. Für die LKW-Klassen bleiben nur die üblichen Nachweise der gesundheitlichen Eignung und des Sehvermögens.
  • Fahrer mit Schutzstatus fahren sofort. Während des Schutzstatus fahren ukrainische Fahrer EU-weit mit ihrem ukrainischen Führerschein (EU-Verordnung 2022/1280) — kein Umtausch nötig, keine Wartezeit. Ist der Schutzstatus in Deutschland registriert, besteht freier Arbeitsmarktzugang ganz ohne Visumsverfahren; Fahrer mit Schutzstatus in einem anderen EU-Staat wechseln visumfrei nach Deutschland und lassen den Status hier registrieren — auch das begleiten wir.
  • Code 95 in der eigenen Sprache. Dieselbe Verordnung öffnet die Prüfung zur beschleunigten Grundqualifikation für weitere Sprachen — darunter Ukrainisch. Der Fahrer erwirbt damit eine dauerhafte, nicht an den Schutzstatus gebundene Berufskraftfahrerqualifikation, ohne an der Sprachbarriere zu scheitern.
Genau hier sind wir zu Hause: In unserer Datenbank mit über 5.000 geprüften Fahrern bilden ukrainische CE-Fahrer die größte Gruppe — viele mit EU-Dokumenten und kurzfristig einsatzbereit. Fordern Sie ein Angebot an — wir melden uns innerhalb von 24 Stunden mit konkreten Kandidaten.

Warum überhaupt Drittstaaten? Der Markt gibt nichts mehr her

Nach Angaben der VerkehrsRundschau fehlen in Deutschland bis zu 120.000 LKW-Fahrer, und die Lücke wächst jährlich um rund 15.000. Die klassischen Herkunftsländer Polen, Rumänien und Bulgarien kämpfen längst mit eigenem Fahrermangel und halten ihre Fahrer mit steigenden Löhnen im Land.

Wer 2026 planbar besetzen will, braucht deshalb den dritten Rekrutierungskanal: Berufskraftfahrer aus der Ukraine, Serbien und Zentralasien. Der Gesetzgeber hat die Türen dafür so weit geöffnet wie nie — man muss den Prozess nur beherrschen. Oder ihn jemandem geben, der ihn jede Woche fährt.

Der rechtliche Rahmen in zwei Minuten: § 24a BeschV

Berufskraftfahrer aus Drittstaaten können in Deutschland ohne formale Berufsausbildung beschäftigt werden — Rechtsgrundlage ist § 24a Abs. 1 der Beschäftigungsverordnung, nötig ist die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit. Fachlich braucht der Fahrer am Ende eine EU/EWR-Fahrerlaubnis der entsprechenden Klasse und die Grundqualifikation nach der Richtlinie (EU) 2022/2561 — in der Branche als „Code 95“ bekannt; in Deutschland wird diese Qualifikation seit Mai 2021 durch den separaten Fahrerqualifizierungsnachweis (FQN) dokumentiert.

Zwei Erleichterungen machen den Weg schnell: Der Nachweis dieser Qualifikationen wird im Zustimmungsverfahren selbst grundsätzlich nicht verlangt, und das Visum läuft über das beschleunigte Fachkräfteverfahren — nach den aktualisierten Anwendungshinweisen des Bundesinnenministeriums auch ohne vorherige EU-Berufskraftfahrerqualifikation. Die Behörden prüfen die fahrerlaubnis- und berufskraftfahrerrechtlichen Voraussetzungen nicht mehr; diese Verantwortung liegt beim Arbeitgeber.

Diese Verantwortung ist der Haken für Selbermacher: Wer Kandidaten ohne belastbare CE-Praxis oder mit lückenhaften Dokumenten auswählt, merkt es erst nach der Einreise. Bei ALS GROUP durchläuft jeder Fahrer vor der Vertragsunterschrift eine vollständige Dokumenten-, Fahrpraxis- und Referenzprüfung.

So läuft es mit ALS GROUP: der Prozess in 6 Schritten

Sie geben uns das Anforderungsprofil — Frachtart, Routen, Sprache. Den Rest übernehmen wir:

  • 1. Auswahl aus der Datenbank statt Suche. Wir schlagen Ihnen innerhalb von 24 Stunden geprüfte Kandidaten aus über 5.000 Fahrern vor — bei dringenden Anfragen besetzen wir ab 48 Stunden. Jeder Kandidat ist auf CE-Führerschein, Fahrpraxis, Referenzen und Sprachniveau geprüft.
  • 2. Arbeitsvertrag und § 24a-Antrag. Wir bereiten den Antrag bei der Bundesagentur für Arbeit und alle Unterlagen vor — Sie unterschreiben.
  • 3. Visum im beschleunigten Fachkräfteverfahren. Wir steuern das Verfahren mit der Ausländerbehörde und dem Fahrer — inklusive aller Dokumente aus dem Herkunftsland.
  • 4. Einreise und Ankommen. Anmeldung, Sozialversicherung, Konto, Unterkunftsfragen — die Phase, in der ohne Betreuung die meisten Fahrer verloren gehen. Unsere Koordinatoren sprechen die Sprache der Fahrer.
  • 5. Führerschein-Umtausch und Code 95. Termine, Schulungspartner, Prüfungsanmeldung — wir planen alles parallel statt nacheinander. Bei ukrainischen Fahrern entfallen die Prüfungen für den Umtausch künftig komplett; die Übergangszeit überbrücken Fahrer mit freiem Arbeitsmarktzugang auf Wunsch mit einer vorübergehenden Tätigkeit im Lager oder in der Werkstatt.
  • 6. Einsatzbeginn mit Garantie. Der Fahrer übernimmt seine Touren. Passt er nicht, ersetzen wir ihn innerhalb der 90-tägigen Garantiezeit kostenlos.
In Eigenregie dauert der komplette Drittstaaten-Zyklus nach Einschätzung von TÜV Rheinland etwa 6 bis 12 Monate. Mit vorbereiteten Kandidaten, parallel geplanter Qualifikation und täglicher Verfahrenspraxis geht es deutlich schneller — und Fahrer mit EU-Dokumenten sitzen oft schon nach wenigen Tagen hinter dem Steuer.

Was Sie tun müssen — und was nicht

Ihre Rolle im gesamten Prozess: Anforderungsprofil definieren, Arbeitsvertrag unterschreiben, Fahrer einsetzen. Alles andere — Rekrutierung, Behördenanträge, Visum, Umzug, Führerschein-Umtausch, Code 95, A1-Bescheinigungen und Anmeldungen — liegt bei uns. Sie verlieren keine einzige Disponenten-Stunde an Bürokratie.

Dazu gehört auch die unbequeme Wahrheit, die wir Ihnen vor Vertragsschluss sagen: welcher Fahrer realistisch wann starten kann, welche Dokumente noch fehlen und was rechtlich nicht geht. Deshalb arbeiten Speditionen, die einmal mit uns besetzt haben, beim nächsten Engpass wieder mit uns — und deshalb geben wir auf jede Besetzung 90 Tage Garantie.

Häufige Fragen

Ja, das ist beschlossen: Der Bundesrat hat am 10. Juli 2026 zugestimmt, die Ukraine in die Staatenliste der Anlage 11 FeV aufzunehmen. Die Regelung tritt am Tag nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft; ab dann werden ukrainische Führerscheine der Klassen A1 bis DE — also auch C und CE — ohne theoretische und praktische Prüfung und ohne Fahrschule umgetauscht. Für die LKW-Klassen bleiben die Nachweise der gesundheitlichen Eignung und des Sehvermögens. Fahrer mit Schutzstatus fahren schon heute mit ihrem ukrainischen Führerschein.

Fahrer mit EU-Dokumenten oder Schutzstatus: oft innerhalb von Tagen — im Durchschnitt besetzen wir eine Fahrerstelle in 5 Werktagen, dringende Anfragen ab 48 Stunden. Beim vollen Drittstaaten-Prozess (§ 24a BeschV plus Visum) hängt der Start von Behörden und Dokumenten ab; durch parallele Planung sind wir deutlich schneller als der Eigenregie-Richtwert von 6 bis 12 Monaten.

Die Kosten hängen von der Führerscheinklasse (C/CE), der Einsatzart und dem Anforderungsprofil ab. Sie erhalten innerhalb von 24 Stunden ein transparentes Angebot ohne versteckte Kosten — und innerhalb der 90-tägigen Garantiezeit ersetzen wir den Fahrer kostenlos, wenn er nicht passt.

Die Behörden prüfen diese Voraussetzungen im Visumsverfahren nicht mehr — die Verantwortung liegt beim Arbeitgeber. Bei einer Vermittlung über ALS GROUP übernehmen wir die vollständige Prüfung: CE-Führerschein, Fahrpraxis, Referenzen, Fahrerkarte, Fahrerqualifizierungsnachweis (Code 95) und auf Wunsch ADR.

Leere Fahrersitze? Lassen Sie uns das lösen.

Sagen Sie uns, wie viele LKW-Fahrer Sie brauchen und für welche Einsätze. Innerhalb von 24 Stunden erhalten Sie konkrete Kandidatenprofile und einen realistischen Startplan — mit 90-Tage-Garantie auf jede Besetzung.